Dabei kommt Donald in seinem allerersten Zeichentrickfilm "The Wise Little Hen" von 1934 ganz und gar nicht sympathisch rüber. Bis 1937 erhält er weitere Nebenrollen in den Micky Maus-Cartoons, bevor er Ende 1937 in seine eigene Cartoon-Serie starten darf. Es dauert jedoch weitere fünf Jahre, bis Donald Duck seine erste Hauptrolle in einem eigenen Comic-Heft bekommt.
Dies verdankt die Ente vor allem dem Zeichner Carl Barks, der zwar nicht der Erfinder ist, aber derjenige, der das Umfeld von Donald Duck geschaffen hat. So stammen die Neffen Tick, Trick und Track, Onkel Dagobert, Gustav Gans und viele weitere Charaktere sowie die Stadt Entenhausen aus Barks Feder. Mit diesen Geschichten gelingt es Donald in Europa sogar, die Disney-Ikone Micky Maus als Publikumliebling abzulösen.
Aber trotz aller Tollpatschigkeit und seinen Späßen dient Donald Duck auch als Transportmittel gesellschaftskritischer und politischer Botschaften. So wird der Trickfilm "The Fuehrer`s Face", eine Persiflage auf das nationalsozialistische Regime Hitlers, sogar mit dem Kurzfilm-Oscar ausgezeichnet.
Zum 75. Geburtstag erscheint zurzeit eine ganze Reihe an Sonderheften und ein spezieller Jubiläumsband. Damit soll das Interesse an Donald Duck, das in Zeiten von Internet und multimedialen Computerspielen spürbar nachgelassen hat, wieder neu belebt werden.
THOMAS DOGEN |