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Die Welt in Zahlen I
 
Fakten zum WINTERSCHLAF
 
120000 Lux beträgt die Lichtstärke an einem schönen Sommertag. Ein typischer Wintertag liefert nur etwa 1500 Lux. Jedoch biologisch wirksam wird das Licht erst ab 2500 Lux, weshalb bei zahlreichen Menschen die alltäglichen Handlungsabläufe langsamer werden.

Bis vor etwa 100 Jahren gab es in Sibirein ein Volk, das 6 Monate lang einen winterschlafähnlichen Ruhezustand einlegte. Das Eskimovolk der Inuits schläft in der dunklen Jahreszeit rund 16 Stunden am Tag. 20 % der Schweden leiden in den dunklen Wintermonaten unter Niedergeschlagenheit, bei ca. 5 % kommt es sogar zu ernsthaften Depressionen. 12 Stunden Schlaf am Tag sind in diesem Fall die beste Medizin. Der durchschnittliche Deutsche schläft dagegen in den Wintermonaten nur 434 Minuten pro Tag - also 7 Stunden und 14 Minuten - und das im Mittelwert zwischen 23.04 Uhr und 6.18 Uhr.

Etwa 5 % aller Säugetiere halten Winterschlaf, um Energie zu sparen. Den Rekord halten dabei die Murmeltiere, die 90 % ihres Lebens mit dem Winterschlaf in unterirdischen Höhlen verbringen. Ihre Körpertemperatur fällt dann von 39 °C auf nur noch 3 °C, der Herzschlag sinkt von 100 auf 3 - 4 Schläge pro Minute ab und Atempausen können manchmal 4 Minuten andauern. Bei arktischen Erdhörnchen kühlt der Körper - das Gehirn natürlich ausgenommen - während des Winterschlafes sogar auf unter 0 °C aus!

Im Gegensatz zu den Winterschläfern schlafen Giraffen zum Beispiel ihr ganzes Leben lang nur 20 Minuten täglich. Der Siebenschläfer verliert 50 % seines Gewichts während des Winterschlafes zwischen Oktober und Mai. Schon bei 18 °C begibt er sich zur Ruhe, währenddessen Feldhamster erst bei 9 °C in den "Winter-Modus" umschalten. Bären halten nur Winterruhe und begeben sich in einen Dämmerschlaf, aber das immerhin 7 Monate lang.

Unlängst gelang es Forschern, Affen mittels eines Gases in nur 5 Minuten in einen künstlichen Winterschlaf zu versetzen. Und Mediziner haben bereits 4 Schaltergene im Menschen entdeckt, die zu einem winterschlafähnlichen Tiefschlaf führen. Dieser könnte Astronauten helfen, große Distanzen im Weltall zu überwinden. Auch könnte man dadurch stark übergewichtigen Menschen das Abnehmen ermöglichen und Suizidgefährdete ihre kritische Phase einfach durchschlafen lassen.

THOMAS DOGEN
Chefredakteur
Online-Redaktion

16.11.2009

 
 
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