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Interkulturelle, interreligiöse und intergenerative ‚Weihnachtsfeier’ im LoCom-Haus
 
Geht das? Das geht sehr gut! Das bewies erneut die diesjährige ‚Weihnachtsfeier’ im LoCom-Haus!
 

  

 So bunt und interkulturell wie die vielen bürgerschaftlich engagierten Menschen im ‚Interkulturellen Netzwerk LoComNET’ war auch wieder die diesjährige ‚LoCom-Weihnachtsfeier’. Mit dabei die Mitarbeiter & Mitarbeiterinnen von LoCom und die vielen anderen ehrenamtlich Tätigen im Netzwerk LoComNET. Bürgerinnen & Bürger mit Migrationshintergrund aus vielen Ländern, z.B. aus Russland, Portugal, Ukraine, Syrien, Kasachstan, Weißrussland, Senegal, Italien, Georgien. Entsprechend vielfältig auch die vertretenen Religionen: katholisch, evangelisch, russisch-orthodox, jüdisch, muslimisch, buddhistisch und atheistisch – alle vereint im Ziel dieser Veranstaltung, in der vorweihnachtlichen Zeit ein Zeichen für Gemeinsamkeit, Toleranz und Frieden zu setzen.

Bunt und vielfältig war auch das kulinarische und kulturelle ‚Mitmach-Programm’: Kulinarische Spezialitäten, Geschichten & Gedichte und Musik aus Deutschland, Osteuropa, Arabien und Afrika.

Ein besonderer Gast war diesmal der in Deutschland lebende langjährige LoComLORA-Freund, Massamba Diouf, Geschichtenerzähler, Trommel-, Musik- und Tanzlehrer aus dem Senegal. Schon 1994 hatte LORA mit ihm und anderen afrikanischen Trommelkünstlern ein erfolgreiches Benefiz-Konzert zugunsten der vom Völkermord in Ruanda betroffenen Menschen in der Brotfabrik in Beuel veranstaltet. Massamba Diouf stammt aus einer Gewel-Familie (Gewel bedeutet „Mann im Kreis“) – dies sind die traditionellen Geschichtenerzähler Afrikas. Mit ihren Trommeln und Tänzen erzählen sie in den Dörfern Geschichten und Neuigkeiten. Kommt ein Gewel in ein Dorf, sammeln sich die Bewohner im Kreis, um die Geschichten zu hören. Massamba erzählte z.B. über das Leben im Senegal, über die Verantwortung der Familienmitglieder für einander und über den Respekt, den dort älteren Menschen entgegengebracht wird, was bei vielen Zuhörern Anlass zum Nachdenken gab und viel Zustimmung brachte.
Seit 1990 lebt Massamba in Deutschland, gibt Konzerte mit seiner Gruppe „Galgi“ und arbeitet in Projekten an Schulen, Volkshochschulen und Kulturzentren.

 

 

Seine Geschichten begleitete Massamba mit seiner Trommel … und er hatte noch ein paar mehr afrikanische Trommeln in allen Größen mitgebracht – zum Mitmachen. Und mitgemacht haben viele: Getrommelt und gesungen! Herbert von Scheven mit seiner Gitarre, Irina Rossova mit ihrer Stimme und viele Gäste mit Trommeln und Klanghölzern fanden sich spontan zu einer „Jam-Session“ zusammen, die allen viel Spaß machte und ein einzigartiges Gemeinschaftsgefühl entstehen ließ - bei dem übrigens auch versucht wurde, ein traditionelles Weihnachtslied wie „Oh, Tannenbaum“ mit Trommeln und Gitarrenbegleitung „interkulturell“ zu intonieren.

 

„Ein einmaliges und von Verständigung und Friedenswillen geprägtes Gemeinschaftserlebnis mit vielen Kulturen in Bonn“, so bezeichnete Dr. Will Cremer, stellvertretender Vorsitzender des „Interkulturellen Netzwerks bürgerschaftlicher Mitwirkung und Beteiligung an Medien und Kultur – LoComNET“, diese nachmittägliche „LoCom-Weihnachtsfeier“, die bis in den späten Abend ging.

Ulrich M. Golinske
EchoNET-Online-Redaktion
10.12.2009

 

 
 
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