Viel Applaus der gut 150 begeisterten Zuschauer gab es in der Johannes-Schule in Bonn und viele, viele Blumen für die jungen Schauspieler und die Theaterleiterin Dr. Albina Shagidewitsch für das Musikalische Schauspiel "Die Brücke über den Abgrund" des interkulturellen, bilingualen LoCom-TheaterStudios >ICH<.
Dr. Chance und seine "tierischen" Freunde reisten nach Afrika, um die Affen von einer lebensbedrohenden Krankheit zu heilen. Vor der Küste geraten sie in einen schweren Sturm und kentern und können sich auf die Insel „Angst“ retten, die von finsteren und gewalttätigen Wesen beherrscht wird. Dr. Chance und seine Freunde werden jedoch in letzter Minute gerettet, in dem die Affen sich an den Händen haltend eine Brücke über den Abgrund bauen. Nur gemeinsam, Hand in Hand, können sie dem Bösen und der Gewalt widerstehen.
Unter der Leitung und Regie der Theaterpädagogin Frau Dr. Albina Shagidewitsch spielten deutsche Kinder und Jugendliche und Kinder und Jugendliche aus weißrussischen und anderen osteuropäischen Familien gemeinsam diese abenteuerliche Geschichte und zeigten mit großer Begeisterung ihr beim LoCom-TheaterStudio >ICH< erworbenes schauspielerisches Können. Die Theaterpädagogin Dr. Albina Shagidewitsch, hat an der Hochschule für Theater und Film in Moskau promoviert und war in den Jahren 1974 - 1995 Dozentin und Professorin für Bühnensprache und Gesang an der Staatlichen Theaterhochschule Minsk.
Eröffnet wurde die Premiere durch Ulrich M. Golinske, dem Leiter des `Interkulturellen Netzwerks bürgerschaftlicher Mitwirkung und Beteiligung an Medien und Kultur - LoComNET`, zu dem das bilinguale TheaterStudio >ICH< gehört.
Er richtete seinen besonderen und herzlichen Dank an die Stiftung Jugendhilfe der Sparkasse in Bonn, die dieses Theaterprojekt mit einem Zuschuss erst möglich machte.
Mit dem Musikalischen Schauspiel sollte gezeigt werden, wie man gemeinsam durch Fairness und Zusammenhalt eine "Brücke" bauen und eine für alle Beteiligten gefahrvolle Situation meistern kann.
„Wir versuchen, ‚Ich’ mit ‚Wir’ zu verbinden: Was habe ich für eine Weltanschauung? Wie kann ich den Anderen sehen und verstehen? Wir lernen, miteinander zu kommunizieren, Kreativität, Toleranz, gegenseitiges Verstehen zu entwickeln. Wir begreifen, erfahren und lernen das durch das gemeinsame Bühnenspiel, mit Hilfe der Sprache, der Musik und der Bewegung.“, so erklärt die Regisseurin Dr. Albina Shagidewitsch den interkulturellen und integrationsfördernden Ansatz des LoCom-Theaterstudios >ICH<. „Das Theater ähnelt einer großen Familie: Man taucht ins Theaterleben ein, man lebt sich dort ein, und manchmal bleibt man dort für immer. Es ist nicht zufällig, dass viele Kinder, die vor fünf Jahren zum ersten Mal angekommen sind, bis heute dabei geblieben sind und häufig ihre Eltern und Geschwister einbezogen und mit eigener Theaterbegeisterung angesteckt haben.“, ergänzt der Komponist und Dramaturg des Theaters, Wladimir Oksenkrug.
"Das Theaterstück, aus Anlass der 15jährigen Städtepartnerschaft Bonn-Minsk entstanden, schärft den Blick für das Gemeinsame in unterschiedlichen Kulturen und befähigt die mitwirkenden Kinder und Jugendlichen zu Botschaftern der Verständigung und Toleranz.", meint Ulrich M. Golinske, Leiter des `Interkulturellen Netzwerks bürgerschaftlicher Mitwirkung und Beteiligung an Medien und Kultur - LoComNET`, zu dem das bilinguale TheaterStudio >ICH< gehört. Ulrich M. Golinske schaut bereits in die Zukunft und meint: "Wir hoffen, dass wir mit diesem Theaterstück auch in Minsk in russischer Sprache auftreten können. Beim Kulturamt der Stadt Bonn haben wir schon nach einer finanziellen Unterstützung für die anfallenden Reise- und Übernachtungskosten gefragt. Dies wäre sicherlich ein guter Beitrag, um die Städtepartnerschaft mit Minsk und den kulturellen Austausch mit Leben zu erfüllen".
Das LoCom-TheaterStudio >ICH< besteht seit fünf Jahren und hat mehrere Theaterstücke in seinem Repertoire, wie z.B. „Die Seele hat kein Alter" (Ein Theaterstück, bei dem „Jung“ „Alt“ spielt und zu einem intergenerativen Dialog anregt), „Ode et amo“ (Monospiel nach dem Stück von Patrick Süskind "Kontrabass") und "Abenteuer im Königreich Bon-Bon" (eine moderne Musikversion nach dem Märchen "Aschenputtel“ von W. Oksenkrug). Das LoCom-TheaterStudio >ICH< ist schon häufig auf verschiedenen Bühnen in Bonn aufgetreten. Es hat beim Bonner Schulfestival „Spotlights 2007“ teilgenommen und eine Auszeichnung erhalten und wurde beim Internationalen Kinder- und Jugendfestival in Berlin im Februar 2007 mit einem „Diplom für Originalität und künstlerischen Eindruck der Aufführung“ und mit dem „Goldenen Schlüsselchen“ ausgezeichnet.