 Der demokratische Senator von Massachusetts, jüngster Bruder des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, litt an einem unheilbaren Gehirntumor. Mit seinem Tod geht die große Kennedy-Ära zu Ende.
Edward Kennedy war der jüngste Spross des einflussreichen Ostküstenclans von Joseph und Rosa Kennedy. Seine drei Brüder starben eines gewaltsamen Todes: Joseph junior fiel im Krieg, John F., der 1961 Präsident geworden war, wurde 1963 ermordet, Robert fiel 1968 im Präsidentschaftswahlkampf einem Attentat zum Opfer. Nach Roberts Tod übernahm Edward die Rolle des Patriarchen im Kennedy-Clan. Seit 1962 vertrat der Demokrat den Bundesstaat Massachusetts im US-Senat.
Im Wahlkampf im vergangenen Jahr zählte er zu den gewichtigsten Unterstützern der Kandidatur des jetzigen Präsidenten Barack Obama. Dies ist umso erstaunlicher, wenn man weiß, dass er eigentlich als Freund der Familie Clinton galt.
Er war einer der wenigen glaubhaften Politiker seines Landes und in allen politischen Lagern akzeptiert und anerkannt. Sein Ansehen war vergleichbar mit dem des Altkanzlers Helmut Schmidt in Deutschland. Zeit seines Lebens setzte er sich für eine Reform des amerikanischen Gesundheitssystems ein.
Edward Kennedy soll nach Angaben aus der Demokratischen Partei auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt werden. Dort sind auch seine Brüder John F. Kennedy und Robert Kennedy begraben. Am Freitag solle Edward Kennedy aufgebahrt werden, sagte ein US-Regierungsvertreter. Der Trauergottesdienst sei für Samstag in Boston geplant. Der genaue Zeitpunkt seiner Beerdigung blieb derweil weiterhin unklar.
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THOMAS DOGEN
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Chefredakteur der Online-Redaktion |