Eingeseift, geduscht, süchtig angefasst
den Knaben mit den vierzehn Jahr’n,
ein Foto schnell als die Gunst der Stunde passt,
um den Anblick zu bewahr’n.
Das Bild in seiner Kutte gut versteckt,
als Einlegblatt in seinem täglichen Brevier,
gierig mit der Zunge abgeleckt,
schmeckt es besser als jeder Wein und jedes Bier,
es nährt die Lust,
die Lust, die der Priester sublimieren soll,
es sprengt die Brust,
die so voll ist, ja so voll,
so voll von Wünschen und Ideen,
so voll von unerfüllter Gier,
dass Leben zu erfahr’n und zu seh’n,
ich lebe jetzt und hier!
Der Jesuit in seiner Not
er betet und berührt die jugendlichen Leiber.
Er fürchtet nicht den Tod.
Er fürchtet nur die Weiber,
die ihn beschmutzen und beflecken,
die ihn verwirr’n und vom Wege bringen,
die ihn sündig machen mit ihrem lüsternd-wilden Becken
und wie Sirenen sind, die immer wieder singen.
Der Knabe mit dem jungfräulichen Po,
stand nackt vor ihm, dem Ordensmann
„Er wollt’ es so!“
„Ich Tu’ es, weil anders ich’s nicht kann!“
Der Bischof oder Kardinal,
dem er sich anvertraute,
kannte diese Qual
und schaute weg und schaute,
dass dies im Männerbund der Leidgenossen
verschwiegen bleibt,
hinter dicken Mauern eingeschlossen
und niemand etwas sagt, noch schreibt,
nichts und niemand das erfährt,
was Kirche zulässt oder duldet,
was schon Jahrhundert’ lange währt
was jeder Priester zu offenbaren sein’m Glauben schuldet.
Die Tyrannei der Männer-Hierarchie
geführt vom Papst, Papst Benedikt
treibt tausend Kuttenmänner zur zügellosen Onanie.
„Oh, hätt’ ich“, sagt ein Ordensmann, „doch diese Frau gefickt!“
Mario Bergmann
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