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Thema Beethovenhalle - Immer wieder!
 
Die Beethovenhalle, das Bahnhofsumfeld und das Haus der Bildung bleiben weiterhin DIE Streitpunkte in Bonn.
 
Im September gibt es wieder das Bonner Beethovenfest. Wie schön. Das Programm steht – auch gut. Merkwürdig, dass wieder international bekannte und anerkannte Künstler nach Bonn kommen in die "so schreckliche, alte, vergammelte Beethovenhalle mit ihrer schlechten Akustik"! Wer ist da nun taub und blind – die Künstler oder die paar Bonner Bildungsbürger, die das Haus so schlecht reden?
 
Wer so polemisch gegen das Haus am Rhein agiert, sollte die überregionale Presse lesen, wie die die Abrisspläne sieht. Die FAZ fragte im Februar in ihrem Feuilleton: „Was sind das für Barbaren, die hier die Axt ansetzen?“
Die Süddeutsche Zeitung spricht von fragwürdigen Verfahren und ungeklärten Folgekosten. Nicht-Bonner machen sich Gedanken darüber, wie leichtfertig hier mit Bauten aus der bundesrepublikanischen Geschichte umgegangen wird. Die Halle gehört zu DEN Denkmälern, die darauf hinweisen, dass es in Bonn war, wo seit 1945 - nach dem Kriegsende - die neue, erste wirkliche Demokratie entstand. Alles, was daran erinnert, muss erhalten bleiben – und die Beethovenhalle gehört dazu! Oberbürgermeister Nimptsch sollte sein Versprechen halten und alle Bürger darüber abstimmen lassen.
 
Vor allem muss das angegangen werden, was zum Ansehen und zum Wohl der Bürger zu tun ist. An erster Stelle steht die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes. Dazu braucht es keine Bürgerbefragung mehr; in der Bürgerwerkstatt sind deren Intensionen und Ansichten klipp und klar erarbeitet worden. Wenn man mit dem Zug in die Stadt kommt, kann man sich - sowohl vom Süden wie von Norden - an schönen, zumeist alten Häuserzeilen erfreuen. Aber wenn man dann aussteigt, läuft man auf der unteren Ebene an unansehnlichen Geschäften und Spielhallen vorbei, und oben stößt man auf die hässliche Südüberbauung. Hier ist Abhilfe nonnöten. Hier muss verbessert, erneuert und Platz geschaffen werden.
 
Aber seit heute gibt es auch Positives: Das Haus der Bildung bleibt in Regie der Stadt. Der namenlose Investor scheint vernünftiger zu sein als Verwaltung und Politik in der Stadt.
 
Ilse Wolf
Redakteurin EchoNET
 
08.03.2010
 
 
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