“Emma“ Nummer eins 
ist unser Frauenmagazin. Es wird in diesem Jahr (2007) dreißig Jahre. An Alice Schwarzer einen herzlichen Gruß und Glückwunsch zum runden Jubiläum ihrer Tochter “Emma,“ die weiterhin aktiv die Rechte der Frauen einfordern wird. Denn laut der Jubiläumsausgabe gibt es noch viel zu tun, bis sich die Gleichberechtigung der Frauen in der Realität durchgesetzt haben wird. So sehen es die “Allensbacher“, die in der Jubiläumsausgabe zitiert werden.
Dass ausgerechnet in dieser Ausgabe der “Emma“ die Themen Prostitution und Pornografie abgehandelt werden, musste wohl so sein. Die Bereicherung der Texte mit Porno-Fotos hätte man sich schenken sollen, meint der Schreiber dieser Zeilen. Sicher denken viele andere Leserinnen und Leser auch so. Trotzdem wünschen wir “Alice“ und “Emma“ viel Erfolg in der Zukunft.
“Emma“ Nummer zwei ist “Emma Ihrer“, eine deutsche Politikerin und Gewerkschafterin, die vor einhundertundfünfzig Jahren geboren wurde und sich vehement für die Fraueninteressen der damaligen Zeit einsetzte. 1881 gründete sie in Berlin den Frauen-Hilfsverein für Handarbeiterinnen. Im Jahre 1885 gründete sie gemeinsam mit Marie Hofmann, Pauline Staegemann und Gertrude Guillaume-Schack den Berliner Verein zur Wahrung der Interessen der Arbeiterinnen. Der Berliner Arbeiterinnenverein wurde jedoch bereits ein Jahr später von der Polizei aufgelöst. 1889 nahm sie zusammen mit Clara Zetkin als Delegierte an dem Internationalen Sozialistenkongress in Paris teil. Sie war auch die Herausgeberin der Publikationen “Die Arbeiterin“ und später der “Gleichheit“.
Horst Zimmermann/Ulrich M. Golinske
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