Der britische Seefahrer und Entdecker James Cook (1728-1779) wurde durch drei Expeditionsreisen (1768-1779) in die damals noch unbekannten Weiten des Pazifischen Ozeans berühmt. Ihm gelang es erstmalig, Australien, Neuseeland und die Inselwelt der Südsee zu kartographieren. Damit vervollständigte er unser neuzeitliches Bild von der Erde und widerlegte die Vorstellung von einem mythischen Südkontinent.
Die Ausstellung erzählt mit über 550 Exponaten von den Reisen des James Cook und seines internationalen Wissenschaftlerteams. Zum ersten Mal werden in Bonn die von den Cook-Reisen mitgebrachten ethnographischen und naturhistorischen Objekte aus den verschiedensten pazifischen Kulturen zusammengeführt, nachdem sie Ende des 18. Jahrhunderts in völker- und naturkundliche Museen im gesamten europäischen Raum verstreut worden waren.
- Viele der kostbaren Federornamente, Holzskulpturen und anderen ozeanischen Artefakte sind kunsthistorisch von unschätzbarem Wert, da Vergleichbares heute in der Südsee nicht mehr zu finden ist. Sie sind Zeugnisse der Zeit vor der Begegnung mit den Europäern und somit Quellen, die es den heutigen pazifischen Kulturen ermöglichen, ihre Identität in einer globalisierten Welt zu behaupten oder vielfach auch erst wiederzufinden.

- Neben den ethnographischen Ausstellungsstücken werden prachtvolle Gemälde und Zeichnungen der mitreisenden Maler präsentiert. Auch die gezeigten Schiffsmodelle, Seekarten und Navigationsinstrumente machen die Cook-Reisen auf faszinierende Weise wieder lebendig.
Ebenfalls präzise wird das tragische Ableben des James Cook präsentiert. Wie? Gehen sie einfach einmal in die sehr empfehlenswerte Ausstellung ...
- Zur Ausstellungseröffnung äußerte sich gegenüber Thomas Dogen auch die Pressesprecherin der Kunst- und Ausstellungshalle in einem Radio-Interview, woraus sie sich hier unten links Auszüge anhören können.
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THOMAS DOGEN
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Chefredakteur Online-Redaktion
07.09.2009 |