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Schönheit statt Qualität
 
Wer heute über den Markt geht, findet dort ein Schlaraffenland für die Augen. Farbenfroh, ebenmäßig und über lange Zeit Haltbarkeit versprechend, ...
 

lachen ihm Obst und Gemüse entgegen. Dies alles ist das Ergebnis langwieriger Züchtungen oder auch Genveränderungen, mit denen die Erzeuger dem Wunsch des Kunden nach Schönheit entsprechen.

Aber alles hat seinen Preis. So werden die Böden bis zum Übermaß mit Kunstdünger „gefüttert“. Doch die lebensnotwendigen Mineralien werden nicht mitgeliefert. Der Boden sei in dieser Hinsicht längst ausgelaugt, stellt eine englische Studie aus dem Jahr 1997 fest. Auf diese Weise sind dem „Fortschritt“ die inneren Werte der alten Früchte zum Opfer gefallen.

Man ist versucht zu sagen:„Doch wie’s drinnen aussieht, geht niemanden was an“. Aber das betrifft uns alle, denn es geht an die Substanz unserer Nahrung. Englische Ernährungswissenschaftler schlagen Alarm. Die Anteile an lebenswichtigen Mineralien und Spurenelementen sind in vielen Pflanzen um mehr als 50 % zurückgegangen.

Wenn man weiß, dass viele Krankheiten Mangelkrankheiten sind, braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Menschen über Müdigkeit und Lustlosigkeit klagen. Auch in der Krebstherapie setzt man große Hoffnung auf die Radikalenfänger der farbkräftigen Früchte und Gemüse. Ist dies alles nur noch ein leerer Wahn?

Wenn wir nach den Tierseuchen unsere Pflanzenkost nicht auch noch verderben wollen, ist es höchste Zeit, zum natürlichen Anbau unserer Nahrungsmittel zurückzukehren, auch wenn clevere Pharmafirmen die Gelegenheit beim Schopfe packen und den Markt mit „Nahrungsergänzungsmitteln“ überschwemmen.

Maria Koch

 
 
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