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Tipps & Informationen
 
aus Medizin und Wellness
 

Die Zahl der Schönheitsoperationen steigt, im Vorjahr waren es über eine Million. Oben auf der Wunschliste stand das Fettabsaugen (zwischen 1.500 und 6.000 Euro), gefolgt von Brustvergrößerung oder -verkleinerung (4.000 bis 7.500 Euro) und einem Facelifting (ab 3.000 Euro).

„Richtige Ernährung für ein langes, gesundes Leben“ heißt eine Broschüre der Deutschen Seniorenliga in 53 175 Bonn, Gotenstraße 164, die dort kostenlos erhältlich ist. Sie informiert über die Bedeutung von Mikro-Nährstoffen, Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und ihre Rolle bei der Versorgung und Bekämpfung von Krankheiten.

„Nichts über uns ohne uns – alles mit uns“ heißt der Grundsatz des Europäischen Jahres der Behinderten 2003. Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Seniorenorganisationen (BAGSO) in Bonn hat in einem Positionspapier ihre 78 Mitgliedsorganisationen sowie alle Seniorinnen und Senioren dazu aufgerufen, sich der Problematik von alten Menschen mit Behinderung verstärkt zu widmen, sich beispielsweise für die Barrierefreiheit in öffentlichen Einrichtungen einzusetzen.

Forscher der Uni Bonn testen zur Zeit den Wert von Krafttraining mit Senioren. Untersuchungen mit älteren Menschen haben bereits eine gute Trainierbarkeit belegt. Medizinisch wichtige Effekte sind die Erhöhung der Knochendichte und des Anteils der Muskulatur am Köpergewicht. Moderates Muskeltraining regt auch den Stoffwechsel an und beeinflusst positiv die Risikoanfälligkeit für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselkrankheiten. Die Teilnehmer der Studie treffen sich zehn Wochen lang zu einem 45-minütigen Training in einer Uni-Sporthalle.

Das Sportabzeichen wird 90 Jahre alt. Erfunden wurde es von Carl Diem, und am 13. September 1913 wurden die ersten 22 Männer für „vielseitige Leistungen auf dem Gebiet der Leibesübungen“ ausgezeichnet, das waren Schwimmen, Hochsprung, 400-m-Lauf, Steinstoßen und Langstreckenlauf. Der Deutsche Sportbund erwartet in diesem Jahr die 25 000 000. Verleihung des Deutschen Sportabzeichens.

Bei der Geburt darf der Vater nicht fehlen? Das sehen viele Mütter anders, hat eine Patientinnenbefragung des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus ergeben. Bei der Beurteilung des Geburtsergebnisses waren die Geburtshelfer, die Hebamme, der Geburtsmodus, die Dauer von Wehen und Pressphase sowie die Unversehrtheit des Kindes wichtig, weniger die Anwesenheit des Partners. Der ist allerdings daheim gefragt: Er sollte sich um die älteren Kinder sowie um Mutter und Säugling nach der Geburt kümmern.

Die Mehrwertsteuer von 16 Prozent auf Medikamente zu senken oder abzuschaffen, das haben die Krankenkassen schon oft von der Bundesregierung gefordert. Außer Dänemark ist Deutschland das einzige EU-Land mit vollem Mehrwertsteuersatz auf Arzneimittel. Süßwaren und Kaffee sind nur mit sieben Prozent belastet. Bonbons, die mithelfen, die Zähne zu ruinieren, haben nur halb so viel Mehrwertsteuer auf dem Preisschild wie ein Präparat, das gegen Parodontose hilft. Würde hier die Mehrwertsteuer ebenfalls auf sieben Prozent gesenkt, ergäbe das eine jährliche Ersparnis von 1,5 Milliarden Euro.

Männer haben Angst vor Früherkennungs-Untersuchungen. Das hat eine Umfrage des Männermagazins „Men’s Health“ und des Pharma-Unternehmens Pfizer ergeben. Zwar halten Männer Vorsorge-Untersuchungen für wichtig, aber nur 54 Prozent gehen hin. Sogar von den über 45-Jährigen waren 13 Prozent noch nie zu einer Vorsorge-Untersuchung: Sie haben Angst, dass bei der Früherkennungs-Untersuchung etwas Negatives herauskommen könnte, und das wollen sie gar nicht so genau wissen.

Begleitmusik in Film und Funk stören das Verstehen. Mehrere bekannte deutsche Ohrenärzte erteilen ihr eine Absage. Was für Gut-Hörende bereits lästig ist, wird für Menschen mit vermindertem Hörvermögen zum unüberwindbaren Hindernis: Sie verstehen nichts mehr. Dr. Karin Uphoff von der Fördergemeinschaft fordert: Wenn Menschen zu sprechen beginnen, sollte Hintergrundmusik so weit zurückgenommen werden, dass man die Stimmen verstehen kann.

Ein Bett für zwei Patienten – darauf war der leitende Arzt Johann Theodor Eller 1730 in der Berliner Charité stolz. Allerdings ging es um arme Kranke. Es hätten „jederzeit zwey Personen ihre besondere Bett-Stelle, in welcher ein guter Stroh-Sack, wollene Decke, Bett-Lacken, Kopf-Küssen und dicke wollene Überdecke“ vorhanden waren. Auch gab es ein „ordentliches Frühstück, welches in einem Stück Brodt mit Salz bestehet“.

Kontinenztraining bietet das Malteser-Krankenhaus Bonn-Hardtberg. Schwerpunkte sind intensive Übungen zur Beckenboden-Wahrnehmung und -Kräftigung. Infos telefonisch unter 0228 / 6481-9025 von montags bis donnerstags , 8.30-12.30 Uhr.

Rosmarie Hennigs

 
 
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