treten Krankheiten auf, denen viele Menschen nicht ausweichen können. Zu nennen ist beispielsweise der „Graue Star“, ein Alterungsprozess, der eine Trübung der Augenlinse verursacht. Er kann schon im 50. Lebensjahr auftreten, häufiger jedoch nach dem 65. oder 70.
Anfangs wird das Sehen nur geringfügig beeinträchtigt: Blendungsempfindlichkeit, vermindertes Sehvermögen beim Autofahren, Fernsehen und Lesen. Man geht zum Augenarzt und denkt, die Brille sei nicht in Ordnung. Wenn dann bei der Untersuchung „Grauer Star“ und eine erforderliche Operation diagnostiziert werden, ist man empfindlich getroffen. Schließlich ist das Auge unser wertvollstes Gut, unser Tor zur Welt.
Wie in einem Gespräch mit Frau Dr. Dardenne, Augenklinik Bonn, zu erfahren war, kann eine Operation fast immer ambulant durchgeführt werden, unter örtlicher Narkose, und ist deshalb nicht so belastend. Der Patient kann am selben Tag nach Hause gehen, wenn er dort versorgt wird.
Das Auge wird durch eine Injektion und spezielle Augentropfen unempfindlich gemacht. Es muss ein Einschnitt in das Auge gemacht werden, um an die getrübte Linse, die sich hinter der Iris in der so genannten Hinterkammer des Auges befindet, zu kommen. Die getrübte natürliche Linse wird entfernt und durch eine klare Kunstlinse ersetzt, damit das Auge wieder ein scharfes Bild erzeugen kann. Oft kann der Patient schon am Operationstag mit dem operierten Auge besser sehen als vorher. Der Heilungsprozess mit häufigen Kontrollen beim Augenarzt dauert ca. 1-3 Monate.
Ingrid Odenthal |