genauer gesagt, ein Trinkpavillon, der 1977 errichtet wurde. Ältere erinnern sich vielleicht noch: 1926 stand an dieser Stelle ein „Mineralbad mit Kurhaus“, das 1972 abgerissen wurde.
Auf dem Gelände des alten Mineralbades wurde eine Fabrikationsstätte für Mineralwasser errichtet, die bis 1990 arbeitete.
Heute gibt es noch die Draitschquelle. Nachmittags ist sie geöffnet. Sie können hingehen und „tanken“. Doch nicht nur aus dieser Quelle können Sie schöpfen, sondern auch aus der benachbarten Kurfürstenquelle, es wurde eine zusätzliche Leitung gelegt.
Wie kommt es, dass in Bad Godesberg eine Quelle ist? Mineralwasser ist ein Produkt nachvulkanischer Tätigkeit. Im Schiefergebirge gab es eine geologische Störungszone, die das Marienforster Tal entstehen ließ. Der Weg für Grundwasser aus großer Tiefe wurde frei. Das im Wasser vorhandene Kohlendioxid-Gas wird unter großem Druck zu der uns bekannten Kohlensäure. Das so angereicherte Wasser löst auf seinem Weg nach oben Mineralien aus dem Gestein.
Chemisch korrekt heißt die Sache übrigens Natrium-Hydrogenkarbonat-Chlorid-Säuerling, ein echter Zungenbrecher. Gesund ist das Wasser dieser Quellen allerdings – also nichts wie hin. Nehmen Sie leere Flaschen mit – nur 20 Cent der Liter, es lohnt sich!
Harro Spitzer |