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Der Kunstmaler Alexander Panfilov
 
Im Alter von drei Jahren wurde er Zeuge, wie die Regierung einen Turm aus dem 18.
Jahrhundert sprengen ließ. Die Erinnerung an dieses Ereignis ...
 

ließ ihn nicht mehr los, er erforschte die Geschichte dieses Bauwerks von der ersten Idee Peters des Großen zu seinem Bau bis zu seiner Zerstörung im Jahr 1934. Und dreißig Jahre später malte er "Sucharevs Turm", ein Bild, dessen Aussage über das historische Gebäude hinausreicht.

Alexander Panfilov wurde am 15.3.1931 in Moskau geboren. Seine Mutter war Musikerin, sein Vater arbeitete nebenberuflich als Kunstmaler. Er selbst misst seinem Sternzeichen, Fische, Bedeutung für seine schöpferische Kraft und Sensibilität zu.

Von 1958-1964 studierte er Malerei an der Akademie der Künste, Moskau. Ab 1960 arbeitete er als freischaffender Künstler und stellte seine Werke als Mitglied der verbotenen Gruppe "Linksorientierter Künstler" aus. Nach seinem Studium nahm er eine Tätigkeit als Werbegrafiker und Designer auf. 1975 wurde er vom Zusammenschluss der Moskauer Werberedakteure in den "Künstlerischen Rat" dieser Organisation gewählt.

Als Mitglied mehrerer russischer Künstlerorganisationen stellte er eigene Werke aus und eröffnete 1980 sein eigenes Atelier. Ab 1986 knüpfte er auf zahlreichen Auslandsreisen Kontakte, u.a. in die USA und nach Deutschland. 1996 emigrierte er und nahm seinen Wohnsitz in Bonn. 100 seiner Werke durfte er nach Deutschland einführen.

1998 stellte Panfilov seine Werke zum ersten Mal in Deutschland aus. Der "Verein zur Förderung der Russischen Kultur in Deutschland e.V." zeigte in der "Kleinen Galerie im Hof“ Werke von Künstlern aus Paris, Moskau und Riga unter dem Motto: "Gestern Heimat - Heute Erinnerung". In der Folge stellte Alexander Panfilov seine Werke in verschiedenen Städten aus, zuletzt in Bonn-Lessenich in Zusammenarbeit mit dem dortigen Kulturverein. Etwa 300 seiner Arbeiten sind, über 20 Länder verteilt, im Besitz privater Sammler, einige davon auch in Panfilovs Wahlheimat Bonn.

Eine Anekdote zeigt Panfilovs Spontaneität und Vielseitigkeit: Als er einmal im Moskauer Botanischen Garten von den Grüntönen der Pflanzen zu einem Bild inspiriert wurde, nahm er kurz entschlossen Papier und Farbe und schuf, in Ermangelung eines Pinsels, ein Bild mir den bloßen Händen.

Immer wieder bedient er sich anderer Techniken, arbeitet auf Leinwand, Holz, Karton, Metall oder Kork, schafft Ölbilder, Acrylmalereien und Monotypien. Dabei reichen seine Motive von Stilleben und Landschaften über Tierdarstellungen bis zu Portraits und architektonischen Themen. Neben der Kunstmalerei ist der Künstler weiterhin grafisch tätig, er entwirft Plakate für den Konzert- und Theaterbetrieb und für die Werbung.

Luba Panfilov
Lektorat: Hilla Pelzer

 
 
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