Bom Bom Island gehört einem der kleinsten Staaten der Erde an: São Tomé und Príncipe, etwa 200 km vor der Westküste Gabuns im Golf von Guinea gelegen.
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„Hüte dich, hüte dich vor dem Golf von Benin, viele kamen hinein, aber nur wenige wieder heraus." So beginnt ein altes Seemannslied, und gerade da liegen die Bom-Bom-Inseln, von portugiesischen Seefahrern um 1470 entdeckt. Das Städtchen Säo Tomé, heute noch ein paar morbide Bauruinen, 1485 gegründet, wurde damals schnell eines der weltgrößten Zuckerzentren. Sklavenaufstände vertrieben die Plantagenbesitzer. Es folgten die von Sklaven bewirtschafteten Kaffee- und Kakaoplantagen, bis der SkIavenhandel1875 abgeschafft wurde, aber Ruhe gab es erst 1975, als die Unabhängigkeit erklärt wurde. 4.000 Portugiesen verließen aus Angst das Land. Zurück blieben 90% Analphabeten, ein Arzt und verlassene Kakaoplantagen.
Aber dann wurden die Ölreserven entdeckt, und die Idee, wassersportfreudige Touristen anzulocken, kam auf. Inzwischen weiß die ganze Welt: Wo es Öl gibt, gibt es auch Unruhen, und schon wurde im Juni 2003 geputscht und der Ölminister festgesetzt. Wer kennt schon Bom-Bom-Island? Aber wo Öl gibt, da kommen bestimmt Leute mit mehr oder weniger guten Absichten.
Text und nachfolgende Fotos: Dr. Hannelore Schmitz ______________________________________________________________________
Die alte portugiesische Kirche auf Bom Bom Island
Die Häuserruinen bleiben, wie sie sind
Ein Laden für alles, wo es wenig gibt
Das Restaurant und Lebensmittelgeschäft
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