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Die Aufgaben der Deutschen Seniorenliga (DSL)
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Manfred Bohr im Gespräch mit Erhard Hackler, Geschäftsführender Vorstand der DSL German Seniors. Gesendet im LORA Bürgerfunk Bonn ...
 
SeniorenRadio: Die Deutsche Seniorenliga gibt es seit nunmehr 13 Jahren. Der Bundesverband hat seinen Sitz in Bonn. Was ist die Liga, wie ist sie entstanden?
 
Erhard Hackler: Die Deutsche Seniorenliga ist entstanden aus einer Patientenbewegung - aus einer Organisation von Patienten, Ärzten und pflegendem Personal.
 
SeniorenRadio: Welche Aufgaben hat sich die Liga vorgenommen?
 
Erhard Hackler: Ursprünglich bestand unsere Aufgabe im Kampf gegen Alzheimer, d.h. wir hatten im weitesten Sinne medizinische Themen.
 
SeniorenRadio: Wie vermitteln Sie Ihre Aufgaben?
 
Erhard Hackler: Wir machen eine sehr offensive Presse- und Medienarbeit, (Interviews, Presseerklärungen etc.). Dadurch generieren wir eine Nachfrage nach unseren reichhaltigen thematischen Broschüren.
 
SeniorenRadio: Mir liegen solche Broschüren vor. Ich darf einige Titel nennen: „Die geistige Beweglichkeit erhalten“, „Die Alzheimer Erkrankung“, „Richtige Ernährung für ein gesundes langes Leben“ und „Sicher in den Ruhestand“. Diese Broschüren kosten sicherlich Geld, wenn man sie drucken lässt, und man braucht auch Geld, um eine Geschäftsstelle des Bundesverbandes zu führen. Wie finanzieren Sie sich?
 
Erhard Hackler: Wir finanzieren uns im wesentlichen über unsere Mitgliedsbeiträge, das sind 30 Euro im Jahr, und über Spenden. Wir nehmen keine öffentlichen Mittel in Anspruch, und für die Projekte, die Sie gerade genannt haben, bemühen wir Kooperationspartner aus Industrie und Handel, die uns bei dieser wertvollen Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.
 
SeniorenRadio: Wie reagiert die Öffentlichkeit?
 
Erhard Hackler: Die Reaktion ist sehr unterschiedlich. Je nachdem, welches Thema wir fahren, ob es Internet ist, ob es das Thema Handy ist, bekommen wir Hunderte von Zuschriften an einem Tag, aber der ältere Leser hat ein anderes Leseverhalten als der jüngere, er legt manches Mal die Broschüre zur Seite, und Wochen später kommt eine interessante Reaktion. Aus ganz Deutschland bekommen wir Zuschriften.
 
SeniorenRadio: Wenden Sie sich nur an Ihre Mitglieder?
 
Erhard Hackler: Wir sind als Bundesverband für jeden offen, der von uns Rat, Tat und Hilfe haben möchte. An uns kann sich jeder wenden, telefonisch, schriftlich oder über Fax, den unsere Themen interessieren und der von uns Unterstützung bekommen möchte.
 
SeniorenRadio: Wie viele Mitglieder haben Sie?
 
Erhard Hackler: Wir haben etwa 40.000-60.000 eingeschriebene Mitglieder, das sind solche, die uns finanziell unterstützen, sei es durch ihren Mitgliedsbeitrag oder auch mal durch eine kleine Spende, beispielsweise für die Portoerstattung.
 
SeniorenRadio: Mir liegt ein Faltblatt vor, das „Argus“ heißt. Was steckt dahinter?
 
Erhard Hackler: Wir haben entsprechend unserem großen amerikanischen Vorbild, der amerikanischen Gesellschaft für „Retired Persons“, also für solche, die in Ruhestand sind, mit ihren 36 Mio. Mitgliedern in Amerika „Argus“ aufgelegt als eine Vorteilsgemeinschaft für unsere Mitglieder. Diese bekommen bestimmte Dienstleistungen, ob Hotelunterbringung oder Versicherungen, günstiger angeboten. Sie haben wirtschaftliche Vorteile oder auch Vorteile im Bereich von Dienstleistungen.
 
SeniorenRadio: In Deutschland wächst die Zahl der älteren Mitbürger. Glauben Sie, dass die Alten hinreichend vertreten sind?
 
Erhard Hackler: Ich glaube schon, dass die Älteren in Deutschland eine gute Stimme haben, beispielsweise durch uns als Deutsche Seniorenliga, wobei ich betonen möchte, dass wir einen generationsübergreifenden Ansatz haben. Salopp formuliert, wir machen keine Alten-Politik mit Schaum vor dem Mund, wir suchen den Dialog.
 
SeniorenRadio: Welche größeren Aufgaben haben Sie sich für die nächste Zeit vorgenommen?
 
Erhard Hackler: In den kommenden Jahren werden wir weiter gegen die digitale „Zweiteilung“ kämpfen - wir möchten ältere Menschen am Nutzen und an den Vorteilen der Technik teilhaben lassen, also werden wir weiterhin bundesweit mit der Telekom Handy-Kurse anbieten. Wir sind aber auch im gesundheitspolitischen Bereich aktiv, d.h. wir werden uns weiterhin an die Bundesregierung, an die Landesregierungen wenden, um unsere Stimme zu erheben für einen sicheren Ruhestand, sichere Renten, sowie für eine solide und gesicherte Gesundheitsversorgung.
 
SeniorenRadio: Sie nannten Bundesregierung und Landesregierungen. Finden Sie von dieser Seite Unterstützung?
 
Erhard Hackler: Wir finden dort Gehör, so etwa, wenn es um Projekte geht wie die Gesundheitsreform oder die Rentenreform, werden wir nach unseren Argumenten gefragt. Dafür sind wir dankbar, und deshalb sind wir auch angewiesen auf Argumente, die von außen, also von älteren Frauen und Männern in unserem Land, an uns herangetragen werden.
 
Foto + Abb.: DSL
 
Anschrift: Deutsche Seniorenliga e.V., Gotenstraße 164, 53175 Bonn
 

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