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Rumänien - ein Einblick
 
Begrenzt im Norden von Moldawien und der Ukraine, im Westen von Ungarn, im Südwesten von Serbien, ...
 
im Süden von Bulgarien und im Osten vom Schwarzen Meer, das ist Rumänien. Bukarest, die Hauptstadt, liegt 270 km landeinwärts vom großen Seehafen Constanza. Von 22 Millionen Menschen leben dort 2,1 Millionen.
 
Die Geschichte beginnt mit den Dakern und Römern unter Kaiser Trajan. Deutsche Siedler kamen im 12. Jahrhundert nach Transsylvanien, bauten Städte und Burgen und nannten die neue Heimat Siebenbürgen, im 18. Jahrhundert kamen deutsche Siedler ins Banat und in die Bukowina. Man lebte friedlich zusammen. Die rumänische Sprache mit ihren lateinischen Wurzeln bildete die romanische Sprachinsel im Balkan.
 
Lange gab es Probleme mit den Türken, den Russen und den Österreichern. Im Zweiten Weltkrieg war Rumänien auf der Seite der Deutschen und musste Verluste hinnehmen. 45 Jahre Kommunismus folgten. 1967 kam der größenwahnsinnige Diktator Nicolae Ceausescu an die Macht und trieb bis 1989 das Land in den Ruin. Davon zeugt de Regierungspalast in Bukarest, eines der größten Gebäude der Welt, 365.000 qm groß, mit 7.000 Räumen, der größte davon 2.200 qm, wo der Diktator mit dem Hubschrauber landete. Eine Prachtstraße führt vom Palast in die Stadt Die Patriarchenkirche auf dem gleichnamigen Hügel ist sehenswert. Im königlichen Palast begann 1989 der Sturz des Regimes.
 

Bukarest: Der Regierungspalast des Diktators

 
Mit bissigem Humor sagen die Rumänen heute, es gibt viel weniger Löcher in den Straßen der Stadt, wie sie die kleinen Löcher zu großen Löchern zusammen getan haben. Dem Land geht es schlecht, große Arbeitslosigkeit, eine galoppierende Inflation, fehlende Agrarreformen und viel Korruption.
 
Verlässt man Bukarest, kommt man an aufwändige Villen mit üppiger Architektur und vielen Türmchen vorbei, die Villen der reichen Zigeuner. Da steht auch schon mal ein Mercedes mit deutscher Nummer davor.
 
Auf den Spuren der alten Römer gelangt man nach Herkulesbad. Schon zu Zeiten der Römer als Kurort beliebt durch seine Thermalbäder. Kaiserin Sissi liebte den Kurort. Heute findet man ein paar leere Hotels in einer trostlosen Atmosphäre, es tut sich nichts.
 

Herkulesbad, verfallene Pracht

 
Das Donau-Delta gehört zum Teil zur Ukraine zum Teil zu Rumänien. Da soll es 320 Vogelarten geben, heißt es. Bei näherem Zusehen, kann man einige Fischreiher entdecken. So üppig, wie das Delta manchmal beschrieben wird, ist es nun doch nicht.
 
Meine Begleiterin, die demnächst ihren deutschen Freund besuchen will, weiß etwas Neues. Die Österreicher wollen für 3,5 Millionen Euro in Rumänien ein Gefängnis bauen und die in Österreich einsitzenden Rumänen dorthin abschieben, die Schweizer sind sehr an der Idee interessiert.
 
Der Balkan war schon immer für Überraschungen gut. Dracula lässt grüßen.
 
Text und Fotos: Dr. Hannelore Schmitz
 
 
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