werden mit den körpereigenen Heil- und Ordnungskräften des Patienten bekämpft. Das feuchtkalte dünne Innentuch bringt zwar zunächst einen Wärmeentzug, dadurch aber eine Steigerung des Stoffwechsels und der Wärmeproduktion, später ein Entspannung der Muskulatur.
Bewährt haben sich Wadenwickel als fiebersenkend. Sie werden im Bett und im warmen Zimmer auf warmer Haut angelegt. Zuerst kommt ein ausgewrungenes, kühles Tuch aus Baumwolle, das man von den Seiten her zur Mitte aufrollt, weil es sich so am besten handhaben lässt. Darüber kommt ein trockenes Wolltuch, das mit Sicherheitsnadeln festgesteckt wird. Nasse Socken schaffen es auch, mit trockener Wolle darüber. Es werden nicht beide Waden in ein Paket „verschnürt“, sondern nur eine oder beide einzeln. Der Kranke wird gut zugedeckt, die Anwendung dauert meist 30 bis 60 Minuten. Halswickel helfen bei Mandelentzündung.
Heilkundler/innen ermuntern Hausfrauen und Hausmänner, die milden Reize eines Wickels zu nutzen. Es ist zweckmäßig, Arzt oder Heilpraktiker wegen der Art des Wickels, des Anwendungsbereichs und der Dauer der Anwendung zu befragen. Wickel haben übrigens nur Sinn, wenn der Kranke damit einverstanden ist und sie als angenehm empfindet.
Rosmarie Hennigs |