und nach und nach kommen immer mehr Menschen aller Schichten zu ihm, um Linderung und Heilung ihrer Leiden bei ihm zu finden. Selbst gekrönte Häupter finden den Weg zum Heilpfarrer Sebastian Kneipp. Nicht nur aus Europa kommt man nach Wörishofen, auch der US-Präsident Franklin D. Roosevelt lässt sich in Wörishofen behandeln.
Große Bekanntheit weltweit erlangen Kneipp und seine Heilmethoden nach seinem Papst-Besuch in Rom im Februar 1894. Er wird von Papst Leo XIII. in Privat-Audienz empfangen. Während des Besuchs macht der Papst unter anderem einige der Kneippschen Kaltwasseranwendungen, die ihm die gewünschten Erleichterungen bringen.
Auf seine Frage, wie lange er, der Papst, noch leben werde, macht Kneipp bei ihm eine Augendiagnose und meint: „So an die zehn Jahre.“ Leo der Dreizehnte lebte in der Tat noch knapp zehn Jahre. Genie oder Zufall?
Wie auch immer. In den letzten Jahrzehnten wurde es stiller um die Kneippschen Anwendungen. Deswegen hoffen die Anhänger Kneipps, dass die Wellness-Welle den Kneipp’schen Ideen neuen Auftrieb geben wird.
Hans Frans
Foto: Dr. Hannelore Schmitz |