 Mit jeder Seite offenbart sich, dass dieses Leitmotiv der Autorin bei ihrer Arbeit zur Seite stand. Sie schlägt einen Bogen von „Die ‚Alten’ sind nicht an allem Schuld“ über „Der Jugendwahn“ und „Altersdiskriminierung durch die Gesellschaft“ bis zum Thema „Generationengerechtigkeit“. Sie befasst sich nicht nur mit den allseits bekannten Fakten und Aussagen, geht ins Detail und nennt aktuelle Bezüge.
Christel Nienhaus wehrt sich begründet gegen die einseitige Belastung der Rentner/innen beim Rückbau der Sozialen Systeme, zählt Beispiele auf von Publikationen über das Alter, die geeignet sind, Aggressionen und Diskriminierung hervorzurufen. Die Autorin fordert eine sachliche und wahrheitsgemäße Aufklärung der Bevölkerung über die ökonomischen Zusammenhänge, die Reformen notwendig machen.
Die Streitschrift will aufklären. Sie gibt Informationen und gute Argumente für den, der sich an der aktuellen Diskussion beteiligen will. Ein Zitat: „Wir Senioren/innen dürfen uns nicht länger ‚behandeln’ lassen, sondern müssen selber handeln und lernen, nicht alles klaglos hinzunehmen, wie wir es in unserer Jugend haben lernen müssen. Unsere Proteste würden auch den Seniorenorganisationen den Rücken stärken.“
Eine sehr positive Beurteilung von Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr konnte Christel Nienhaus entgegen nehmen.
Das Buch ist erschienen im VMS Verlag & Medienservice Georg Divossen, St. Augustin, unter ISBN 3-936253-34-X.
Helga Weigelt |